Was ist Schlafparalyse

Was ist eine Schlafparalyse
Zwischen Wachsein, Muskelatonie und der Angst vor dem Unbekannten
Die Schlafparalyse ist ein vorübergehender Zustand zwischen Schlaf und Wachsein. Sie kann beim Einschlafen oder beim Erwachen auftreten. Das Bewusstsein nimmt bereits wahr, dass man wach ist, und man erkennt das Zimmer ganz klar, während die Bewegungseinschränkung des REM-Schlafes noch wenige Sekunden oder Minuten anhält. Aufgrund vorhandener Ängste und der aussergewöhnlichen Situation kann den Betroffenen dieser Zeitraum länger vorkommen.
Die Bewegungseinschränkung wird auch Muskelhemmung oder Muskelatonie genannt, wobei es sich um einen natürlichen Vorgang handelt, der die Muskulatur schwächt, damit wir uns während des Traumes bei Bewegungen nicht selbst verletzen.
Im Normalfall löst sich die Muskelatonie beim Aufwachen auf. In der Schlafparalyse ist das aber zeitversetzt.
Zwischen Schlaf und Wachsein
Wir stellen uns den Schlaf und das Wachsein oft wie zwei voneinander getrennte Räume vor. Entweder wir schlafen oder wir sind wach. Das lässt sich nicht so einfach erklären, weil der Mensch auf einem ganzen System aus feinstofflichen und grobstofflichen Bereichen basiert.
Die feinstofflichen Bereiche beziehen sich auf die Gefühle, Gedanken und Emotionen, die ich in meinem Pentagramm-Analysesystem den Elementen Luft und Wasser zuteile, während ich den grobstofflichen Bereich dem Körper beziehungsweise dem Element Erde zuteile.
Die vier Elemente finden wir im Pentagramm wieder:
- Luft
- Erde
- Feuer
- Wasser
und der Äther oder auch die Seele, der der obersten Spitze des fünfzackigen Sterns zugeteilt wird.
Beim Rider Waite Smith Tarot werden diese 5 Elemente in Arkana eingeteilt.
Arkana bedeutet Geheimnisse, was vom lateinischen Wort Arcanum (Geheimnis) abstammt.
Hierbei werden die 78 Karten in die 22 grossen Arkana des Lebenskreises oder in der Divination als fixe Zustände eingeteilt, und die 56 kleinen Arkana werden wie folgt den 4 Elementen zugeteilt:
- Luft = Die Schwerter
Gedanken, Kommunikation, Sprache, Verstand, Logik
- Erde = Die Pentakel (Pentagramm im Kreis)
Materie, Natur, Physische, Elemente, Besitz, Geld, Arbeit, Manifestation
- Feuer = Die Stäbe
Energie, Wille, Handlung, Umsetzung
- Wasser = Die Kelche
Gefühle, Empathie, Intuition, Mitgefühl, Einfühlsamkeit, Sensitivität, Sensibilität
Die Unbeweglichkeit durch die Muskelatonie wird also der Körperebene, der Materie, zugeteilt.
Gefühle, Gedanken, Emotionen und somit auch Träume werden den feinstofflichen Ebenen zugeteilt.
Den feinstofflichen Ebenen werden gleichzeitig auch die Astralebenen zugeordnet. Durch unsere feinstofflichen und unbewussten Gedanken, Emotionen und Bilder wird eine Verbindung zu den Astralebenen hergestellt.
Zu den verschiedenen Erlebnissen während einer Schlafparalyse gehören:
- Wahrnehmung einer Präsenz
- Der Nachtmahr (Druck auf der Brust)
- Die Schattenwesen
- Der Incubus und Succubus
Sie reagieren auf unsere feinstofflichen Empfindungen, vor allem auf Angst und Unsicherheit. Diese Astralparasiten, wie sie auch genannt werden, ernähren sich genau von diesen Energien.
Diese Erlebnisse mit den Wesen werden genau in diesem Moment der Schlafparalyse erlebt, in dem wir uns zwischen Schlaf und Wachsein befinden.
Es handelt sich also um diesen zeitversetzten Moment, in dem die materiellen und feinstofflichen Ebenen bewusst erlebt werden.
Warum fühlt sich die Atmung so schwer an?
Während wir schlafen, ist unsere Atmung eher ruhig und flach. Am Tag, wenn wir wach sind, ist die Atmung eher tief und aktiv.
In der Schlafparalyse befinden wir uns, wie oben beschrieben, in einem zeitversetzten Übergang zwischen Schlaf und Wachsein. Zugleich ist die Muskellähmung noch aktiv, sodass wir uns nicht bewegen können.
Durch diese Muskellähmung und das bewusste tiefe Atmen kommen Ängste und vielleicht sogar noch Panik hinzu.
Durch diese Kombination, vor allem durch die aktive Muskellähmung und den «Versuch» der tiefen Atmung, entsteht das Gefühl, dass wir nur schwer atmen können oder sogar keine Luft bekommen. Dadurch kann zusätzliche Angst entstehen.
Wichtig zu wissen ist, dass während der Schlafparalyse alle Organe normal funktionieren und keine Gefahr besteht!
Die Angst vor dem Unbekannten
Die Bewegungsunfähigkeit ist nur ein Teil dessen, was die Schlafparalyse so beängstigend macht. Hinzu kommt der Kontrollverlust.
Wir sind es gewohnt, dass unser Körper das macht, was wir steuern. Wir bewegen uns, wir sprechen, gehen, tanzen und arbeiten mit den Händen etc. Fehlt diese Kontrolle und können wir uns plötzlich nicht mehr wie gewohnt bewegen oder reagieren, entsteht eine Reaktion.
Das Gehirn versucht, diese ungewohnte Situation einzuordnen. Fehlt eine Erklärung, wird sie schnell als Bedrohung wahrgenommen. Die natürliche Alarmreaktion des Körpers setzt ein. Die Angst nimmt zu, und der Fokus richtet sich auf diese Angst. Diese Angst verstärkt die Panik und hat einen grossen Einfluss auf den Körper und den Geist. In diesem Moment ist es schwierig, die Ruhe zu bewahren. Dabei ist es genau das, was uns in diesem Moment helfen kann, die Kontrolle über die Atmung und die Muskulatur zurückzubekommen.
Das ist aber nicht alles!
Stimmen, Berührungen und Schattenwesen
Beziehen wir uns auf die paranormalen Erlebnisse, ist es genau diese Energie, die die feinstofflichen Wesen anzieht und von der sie sich aus unserer Angst «ernähren».
Nicht jede Schlafparalyse verläuft gleich. Manche Menschen erleben ausschliesslich die Lähmung. Andere spüren eine nicht sichtbare Präsenz im Raum. Wieder andere hören Schritte, Klopfen, Flüstern, Stimmen oder Musik. Es können Berührungen oder ein Gewicht auf der Brust wahrgenommen werden, oder Gegenstände wie die Bettdecke können sich auf und ab bewegen.
Gerade diese Erfahrungen führen zu sehr unterschiedlichen Erklärungen. Die Schlafmedizin beschreibt sie als schlafbezogene Wahrnehmungen, die in den Wachzustand hineinreichen können. Psychologische und archetypische Betrachtungen fragen danach, welche Rolle die Angst, Erwartungen, persönliche Bilder und das Unterbewusstsein dabei spielen.
Ich betrachte es aus einer weiteren Sichtweise.
Dadurch, dass in der Schlafparalyse für einen kurzen Moment die bewusste rationale Realitätsebene (wenn wir feststellen, dass wir wach sind) und die feinstofflichen astralen Ebenen (die wir während des Schlafes erleben) zeitversetzt und verlangsamt aufeinandertreffen, können paranormale Aktivitäten und Astralwesen bewusst erlebt oder gesehen werden.
Das würde erklären, warum wir fremde Berührungen spüren, Schattenwesen sichtbar werden oder Erlebnisse mit Inkubus oder Succubus wahrgenommen werden können.
Warum fühlt sich alles so real an?
Eine der häufigsten Fragen lautet: Warum fühlt sich das so echt an? Genau darin liegt eine der Besonderheiten der Schlafparalyse!
Kennst du den Film Matrix? Dort stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Was ist eigentlich Realität?
Für viele Menschen ist Realität das, was sie sehen, anfassen und logisch erklären können. Doch was ist mit unseren Träumen, die sich manchmal täuschend echt anfühlen? Warum bist du am Morgen manchmal erschöpfter als am Abend? Was ist mit unserer Gefühlswelt und unserem Unterbewusstsein, die einen grossen Teil unserer Entscheidungen und Handlungen beeinflussen?
Auch Gedanken, Träume und Gefühle können sich vollkommen real anfühlen. Während eines intensiven Traumes zweifeln wir meist nicht daran, dass das Erlebte tatsächlich geschieht. Erst nach dem Erwachen erkennen wir, dass wir geträumt haben.
In Matrix erleben die Menschen eine Wirklichkeit, die sich für sie vollkommen real anfühlt. Sie sehen, hören, fühlen und handeln darin, obwohl sich ihr Körper an einem anderen Ort befindet. Ihr Bewusstsein unterscheidet in diesem Moment nicht zwischen der erzeugten Welt und dem, was ausserhalb davon geschieht.
Auch während einer Schlafparalyse ist das Bewusstsein bereits aktiv, während bestimmte Schlafprozesse noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Dadurch können Wahrnehmungen, Gefühle und körperliche Empfindungen aussergewöhnlich intensiv erlebt werden. Das Schlafzimmer wird bewusst wahrgenommen. Gleichzeitig können Geräusche, Berührungen, Gestalten oder eine Präsenz im Raum auftreten.
Ich denke, wer einmal eine Schlafparalyse erlebt hat, beginnt vieles zu hinterfragen. Wie erklärt man Schattenwesen, die wie eigenständige Wesen reagieren? Wie erklärt man Erlebnisse mit einem Incubus oder Succubus, die sich vollkommen real anfühlen? Denn in diesem Moment fühlt sich das Erlebte nicht wie ein gewöhnlicher Traum an. Es wirkt unmittelbar, gegenwärtig und vollkommen real.
Für Betroffene spielt es in diesem Moment zunächst keine Rolle, ob eine Erfahrung medizinisch, psychologisch oder auf andere Weise erklärt wird. Sie fühlt sich real an!
Zum Thema «Was ist real?» fällt mir ein Spruch ein:
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht verstehen.
Ich würde ihn ergänzen mit: … ausser wir beschäftigen uns so lange damit, bis wir beginnen, sie zu verstehen.
Oder:
Die Sterne sind immer da, am Tag und in der Nacht. Doch sehen können wir sie erst in der Dunkelheit, wenn es still und ruhig ist.
Wissen ist der erste Schritt aus der Hilflosigkeit
Eine Erklärung verhindert nicht zwangsläufig die nächste Schlafparalyse. Sie kann jedoch verändern, wie wir ihr begegnen. Wer den Zustand erkennt, weiss zumindest, dass die Bewegungsunfähigkeit vorübergeht. Das kann helfen, die erste Panik nicht weiter zu verstärken.
Auch danach ist es sinnvoll, das Erlebnis ernst zu nehmen.
Schreibe auf, was du wahrgenommen hast:
- Trat die Episode beim Einschlafen oder beim Erwachen auf?
- War es nur die Lähmung oder kam das Gefühl einer Präsenz hinzu?
- Gab es Stimmen, Berührungen, Druck auf der Brust oder sichtbare Gestalten?
- Was hast du als erstes gemacht? Und was hat es bewirkt?
Solche Beobachtungen helfen, das eigene Erleben genauer zu verstehen.
Wenn Schlafparalysen häufig auftreten, starke Angst vor dem Einschlafen auslösen, mit ausgeprägter Tagesmüdigkeit verbunden sind oder deine Lebensqualität beeinträchtigen, solltest du mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer schlafmedizinischen Fachperson darüber sprechen.
Schlafparalyse kann isoliert auftreten, sie kann aber auch im Zusammenhang mit anderen Schlafproblemen vorkommen.
Die Schlafparalyse ist mehr als ein einziger Moment
Die Schlafparalyse beginnt mit einer körperlichen Erfahrung: Du kannst dich nicht bewegen. Doch die Fragen, die danach entstehen, reichen oft viel weiter.
- Warum habe ich eine Präsenz gespürt?
- Weshalb sah ich eine Gestalt?
- War es ein Traum, ein Ausdruck meines Unbewussten oder eine Wahrnehmung aus einer feinstofflichen Ebene?
Es gibt nicht für jede Fragen eine Antwort, die für alle Menschen gleichermassen stimmig ist. Deshalb betrachte ich die Schlafparalyse aus verschiedenen Perspektiven und kennzeichne klar, wo die körperliche Erklärung endet, und meine eigene Auffassung beginnt.
In meinem Buch Schlafparalyse: Mein Weg aus der Angst, verbinde ich die körperlichen Grundlagen mit den verschiedenen Erscheinungsformen, der Angst, psychologischen und archetypischen Betrachtungen sowie meiner spirituell-okkulten Sicht auf Schattenwesen, Incubus und Succubus. Dabei entscheidest du selbst, welche Betrachtung für dich stimmig ist.
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Schlafparalyse Nachweise
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine medizinische oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung.



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